Chlamydien

Chlamydien

Chlamydien sind die häufigsten sexuell übertragenen Erreger, welche zu chronischen Unterbauchschmerzen und Unfruchtbarkeit führen können.

Wie hoch die Infektionsrate genau ist bleibt unklar, denn in Gegensatz zu anderen Ländern wie etwa Schweden, gibt es in Deutschland keine Meldepflicht für Chlamydien-Infektionen. Zunächst kann die Infektion völlig unbemerkt verlaufen weil Symptome anfänglich fehlen. Das Immunsystem wehrt sich jedoch mit einer heftigen Entzündungs-reaktion und zerstört dabei auch gesundes Gewebe, welches daraufhin vernarbt. So wird die eigentlich sinnvolle Gegenwehr zur hauptsächlichen Ursache bleibender Schäden.

Chlamydien sind vor allem für sehr junge Frauen gefährlich, weil die lokalen Abwehrkräfte der Scheide noch unvollständig ausgebildet sind. Dies betrifft besonders Raucherinnen. So können die Chlamydien in die Gebärmutter wandern und dort eine Entzündung auslösen. Dies macht sich teilweise durch vermehrten Ausfluss bemerkbar.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, gelangen die Erreger weiter in die Eileiter und in die Bauchhöhle, wo sie zu Verklebung und Vernarbung führen können.

Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften und chronische Unterleibsschmerzen sind eventuell die Folge.
Eine Chlamydien-Infektion kann mit einem einfachen Abstrich vom Muttermund schnell und zuverlässig nachgewiesen werden und ist, rechtzeitig diagnostiziert, mit einem Antibiotikum effektiv zu behandeln.

Bei der Verdachtsdiagnose einer Chlamydien-Infektion ist es wichtig, stets auch den jeweiligen Sexual-partner mit zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln.

zuletzt aktualisiert am 8. August 2016 um 11:51 Uhr