Zytologie - Dr. med. Christoph Bauer

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Dr. med. Christoph Bauer
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Dünnschicht-Zytologie
Ein regelmäßiger  Abstrich vom Gebärmutterhals („Krebsvorsorge“) ist wichtig zur  Vorbeugung des Zervixkarzinoms, des 2.-häufigsten bösartigen Tumors der  Frau. Ziel ist es, Zellveränderungen, welche später einmal bösartig  werden können, frühzeitig zu erkennen.

Welche Möglichkeiten gab es bisher?
Der  heute  übliche Krebsabstrich (nach dem griechischen Professor der  Anatomie Papanicolaou auch „Pap-Test“ genannt) wurde vor über 50 Jahren entwickelt. Hierbei werden bei der gynäkologischen Untersuchung mit   einem Wattestäbchen Zellen vom Gebärmutterhals und Gebärmutterhalskanal entnommen und direkt auf einen Objektträger aus Glas abgestrichen.   Dieser wird dann im Labor gefärbt und die Zellen mikroskopisch   untersucht. Wenn dies optimal geschieht, ist auch bei diesem Verfahren,   das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, eine relativ hohe   Sicherheit gegeben.
Die Nachteile dieser Methode bestehen darin,  dass  die Zellen oft sehr ungleich über dem Objektträger verteilt sind,   Bereiche mit Überlappungen sind schwierig auszuwerten; außerdem können  Zellen durch Schleim, Blut oder Entzündungszellen überlagert werden.

Die Vorsorge lässt sich mit neuer Technologie verbessern
Bei   der Dünnschicht-Zytologie wendet man eine neue Methode an, bei der die   Zellen von der Gebärmutter auf ähnliche (ebenfalls schmerzlose) Weise   entnommen werden. Statt dem Wattestäbchen wird aber ein spezielles   Entnahmebürstchen benutzt.

Die  so gewonnenen Zellen werden nun nicht auf einen Glasträger   ausgestrichen, sondern in einer speziellen Flüssigkeit ausgewaschen. So   werden viele Zellen im Bürstchen aufgenommen und diese später auch  alle wieder abgegeben. In einem Speziallabor wird mit Hilfe eine   Mikrofilter-Präparation ein übersichtliches, reines Zellbild  geschaffen,  welches optimale Vorraussetzungen für die Beurteilung  bietet.

Zahlreiche Studien  weltweit haben gezeigt, dass mit der Dünnschicht-Zytologie eindeutig  mehr Vorstufen von bösartigen Veränderungen sowie Zellen des   Gebärmutterhalskrebses erkannt werden als mit dem herkömmlichen   Pap-Abstrich.
Wenn die  Testergebnisse auffällig sind oder sich Hinweise auf eine HPV-oder  Chlamydieninfektion ergeben, so können aus dem Rest des bereits   entnommenen Abstriches weitere Untersuchungen vorgenommen werden, eine   erneute Abstrichentnahme ist nicht erforderlich. So kann bequemer,   schneller und ohne erneuten Arztbesuch entschieden werden, ob eine   sofortige weiterreichende Abklärung sinnvoll ist.

Auffällige  Ergebnisse bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass  Krebsverdacht besteht.  Oft werden sie durch Entzündungen, Reizungen oder  Infektionen der  Scheide oder des Gebärmutterhalses verursacht und können leicht  abgeklärt und behandelt werden.
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