Oxidativer Stress

Oxidativer Stress

Ohne Sauerstoff wäre ein Leben auf dieser Erde nicht möglich. Aber Sauerstoff kann auch zerstören – wenn er bestimmte chemische Reaktionen (Oxidationen) auslöst. Wenn Eisen rostet, ein Apfel fault oder Butter ranzig wird, ist dies Folge einer Reaktion der Nahrungsmittel mit Sauerstoff.

Oxidationen im menschlichen Körper – Oxidativer Stress

Auch im menschlichen Körper finden Oxidationsprozesse statt, zum Beispiel wenn aufgenommene Bakterien oder Pilze abgetötet werden. Verantwortlich hierfür sind sogenannte „freie Radikale“ – Sauerstoffarten, die besonders reaktionsfreudig sind. Kommt es nun – aufgrund schädlicher Einflüsse oder verminderter Abwehrbereitschaft Ihres Körpers – zu einer unnatürlichen Vermehrung der freien Radikale, so ist Ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet. – Sie leiden unter „oxidativem Stress„.

Welche Faktoren bewirken eine unnatürliche Vermehrung von freien Radikalen?

Zu einer unnatürlich schnellen Vermehrung von freien Radikalen, aggressiven Sauerstoffmolekülen, im Körper tragen u.a. bei:

– UV-Strahlen
– Medikamente
– Alkohol
– Zigarettenrauch
– Stress mit Verminderung der Immunabwehr
– Chronische Erkrankungen
– Luftverschmutzung
– Pestizide
– Schwermetalle

Welche Krankheiten können durch freie Radikale entstehen?

Die Entstehung folgender Krankheiten wird durch freie Radikale begünstigt:

– Asthma
– Grauer Star
– Diabetes mellitus
– Arteriosklerose
– Rheumatische Erkrankungen
– Multiple Sklerose
– Morbus Alzheimer
– Morbus Parkinson
– Krebs
– Herzinfarkt

In mehr als 90 % der Fälle sind freie Radikale an der Entstehung von Krebs beteiligt.

Wie schützt sich Ihr Körper vor freien Radikalen?

Um die wichtigsten Zellstrukturen vor einer Schädigung durch freie Radikale zu bewahren, hat jede Zelle spezifische Schutzmechanismen. Bestimmte Enzyme können die aggressiven Sauerstoffradikale abfangen. Diese Verbindung nennt man „Antioxidanzien„. In einer gesunden Zelle sind genügend dieser Enzyme vorhanden und die Zelle ist so vor oxidativem Stress geschützt.
Den Zellen stehen auch nicht-enzymatische Antioxidanzien zur Verfügung. Zu diesen gehören Vitalstoffe wie Vitamin E, Vitamin C, Beta Karotin (Provitamin A), verschiedene Spurenelemente, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe.
Diese Vitalstoffe muss der Mensch über die Nahrung aufnehmen. Das wichtigste Antioxidanz ist das Vitamin E. Es schützt vor allem die Lipide der Zellmembranen. Vitamin E soll eine Schutzwirkung gegen Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Krebs besitzen. Vitamin C unterstützt Vitamin E beim Abfangen der freien Radikale, indem es verbrauchtes Vitamin E wieder regeneriert. Beta-Karotin hemmt die Oxidation von Fetten.
Wenn Ihr Körper nicht ausreichend mit Antioxidantien versorgt wird, kann er einer Vermehrung von freien Radikalen langfristig nicht entgegenwirken.

Was können Sie selbst tun?

Antioxidanzien
und ihr Vorkommen in der Nahrung:

Vitamin E
Weizenkeime, Nüsse, Mais, Sonnenblumen und deren Öle

Vitamin C
Zitrusfrüchte, Kiwi, Beeren, Paprika, Brokkoli
Beta-Karotin
Karotten, Aprikosen, Süßkartoffeln, Spinat, Leber, Eigelb
Coenzym Q10
Pflanzenöle, Nüsse, fetter Fisch, Innereien
Selen
Fleisch, Vollkornprodukte
Sekundäre Pflanzenstoffe
Tomaten, Rotwein, Tee, alle Gemüse

 

Wie kann man oxidativen Stress erkennen?

Durch eine Blut- bzw. Urinuntersuchung kann nachgewiesen werden, ob ihr Körper genügend Schutz gegen freie Radikale bietet.

Wird ein Antioxidanzien-Mangel festgestellt, kann anhand der Testergebnisse präzise bestimmt werden, wo dieser Mangel besteht: im Zellkern, in der Zellmembran oder in den Blutfetten.

Auf Grundlage der Ergebnisse kann dann zum Ausgleich ein gezieltes Konzept der Nahrungsergänzung (Vitamine, Spurenelemente) erstellt werden.

zuletzt aktualisiert am 8. August 2016 um 11:51 Uhr