Wechseljahre des Mannes

Die Andropause –
die Wechseljahre des Mannes

Seit einigen Jahren schenkt die medizinische Forschung dem Altern des Mannes zunehmend Aufmerksamkeit. Während die Wechseljahre der Frau (Klimakterium oder Menopause) durch das Ausbleiben der Monatsblutung klar definiert sind, treten die Symptome der „männlichen Wechseljahre“, der Andropause, meist nacheinander und in verschiedenen Formen auf. Auch bedeutet die Andropause für den Mann nicht das Ende der Zeugungsfähigkeit, sondern lediglich eine kontinuierliche Abnahme seiner Leistungsfähigkeit.

Welche Anzeichen gibt es für die Andropause?

Es gibt Männer, die bereits in sehr jungen Jahren ausgeprägte körperliche Veränderungen spüren:

– Erschöpfungszustände
– Depressionen
– Gereiztheit
– Konzentrationsmangel
– Verlust an sexueller Lust und Potenz

Je früher die Veränderungen auftreten, desto wichtiger ist es, die Ursachen hierfür zu finden und eine optimal abgestimmte Therapie einzuleiten.

Welche körperlichen Prozesse bedingen die Andropause?

Bestimmte Hormone verzeichnen ab einem bestimmten Lebensalter einen kontinuierlichen Rückgang, z.B. das männliche Hormon Testosteron und das Nebennierenhormon Dehydroepiandrosteron (DEHA-S).

Etwa 30% aller Männer im Alter von 40 Jahren weisen eine niedrigen Testosteronspiegel auf – einer der Gründe, warum die körperliche Leistungsfähigkeit des Mannes abnimmt.

Das für Männer wichtige Hormon DHEA sinkt ab dem 25. Lebensjahr und beträgt nach dem 60. Lebensjahr nur noch 10% seines Ausgangswertes. Da diese Hormon unter anderem vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt, steigt mit zunehmenden Alter die Gefahr für eine solche Erkrankung an.

Wenn Sie bei sich erste Anzeichen für körperliche Erschöpfung, nervliche Überlastung und/oder nachlassende sexuelle Vitalität wahrnehmen, sollten Sie Ihren Hormonspiegel prüfen lassen – daneben können Sie den folgenden Selbsttest machen:

Der Selbsttest

Da das „männliche Klimakterium“ schleichend und unspezifisch beginnt, sind die folgenden kurzen Fragen hilfreich, um herauszufinden, ob Ihre Beschwerden durch einen Hormonmangel bedingt sein können:

Sind Sie depressiv oder häufig schlechter Stimmung?
Sind Sie erschöpft?
Fehlt Ihnen die körperliche Kraft?
Sind Sie ängstlich, nervös?
Sind Sie reizbar, zornig oder schlecht gelaunt?
Schwitzen Sie viel, besonders nachts?
Verlieren sie Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihr Erinnerungsvermögen?
Lassen Ihre sexuelle Lust und Ihre sexuelle Kraft nach?
Haben Sie Erektions- oder Potenzprobleme?
Ist Ihre Haut speziell im Gesicht und an den Händen trocken?
Haben Sie Rücken- oder Gelenkschmerzen?
Trinken Sie viel Alkohol?
Fühlen Sie sich unter Dauerstress?

Wie kann ein Hormondefizit festgestellt werden?

Haben Sie im Selbsttest vier Fragen mit JA beantwortet, raten wir Ihnen zu einer präventiven Hormonuntersuchung. Mit Hilfe einer Blutprobe lässt sich Ihr persönliches Hormonprofil erstellen. Ab dem 40. Lebensjahr ist auch eine Untersuchung des Tumor-Markers PSA ratsam. Denn PSA kann frühzeitig eine Veränderung der Prostata anzeigen, die weiter abzuklären ist.

Was können Sie selbst tun?

Aufgrund der Laborbefunde können Ihnen gezielt Präparate – entweder Medikamente oder eine Nahrungsergänzung – empfohlen werden, die optimal Ihre Hormonfehlregulation ausgleichen. Zudem wird Ihnen zu bewusster Lebensweise und Ernährung geraten, damit Sie Ihre Vitalität und Lebensqualität bis ins hohe Alter bewahren.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

AgeScan

AgeScan

Wie alt sind Sie wirklich?

Für die Anti-Aging-Medizin ist es wichtig, das tatsächliche Alter und den aktuellen Gesundheitszustand eines Menschen zu bestimmen. Denn eventuell erforderliche Maßnahmen richten sich nicht nach dem kalendarischen, sondern nach dem biologischen Alter. 

Dieses wird durch den so genannten „Age-Scan“ festgestellt, der anhand einer computergestützten Analyse im Selbsttest 12 biomedizinische Parameter misst und so zeigt ob Ihr biologisches Alter über oder unter Ihrenm chronologischen Alter liegt.

Das Ergebnis gibt also Auskunft über den Ist-Zustand Ihres Körpers und liefert wichtige Hinweise für die entsprechenden Behandlungsansätze. Unter anderem werden Hör- und Sehrvermögen, sowie Lungenfunktion und die Merk- bzw. Reaktionsfähigkeit getestet.

Die mit den 12 Biomarkern abgefragten kognitiven Fähigkeiten und Sinneswahrnehmungen stellen Früherkennungs-Indikatoren für den Prozess des Alterns dar.

Der Test dauert etwa 50 Minuten und ermöglicht es, ein individuelles Programm für Sie aufzustellen, um bestimmte Bedingungen im Alter zu verbessern, mit dem Ziel die Lebensqualität zu optimieren.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Anti-Aging

Anti-Aging

Wodurch altert unser Körper überhaupt?

Altern ist ein Prozess, der Ernährung, emotionale Faktoren, genetische Prinzipien und viele andere Einflüsse beinhaltet. Wissenschaftler verfolgen mindestens ein Dutzend verschiedener Ansätze, die sich auf einzelne spezifische Aspekte beziehen. Grundsätzlich stützt man sich heute jedoch auf zwei Theorien, die erklären, warum wir ältern, möglicherweise erkranken und irgendwann schließlich sterben müssen: die Telomerase-Theorie und die Radikal-Theorie.

Die Telomerase-Theorie

Forscher vermuten schon lange, dass in den Zellen unseres Körpers eine Art biologische Uhr tickt. So wurde beobachtet, dass sich menschliche Zellen im Reagenzglas nicht unendlich oft, sonder nur begrenzt teilen. Der Grund: Bei jeder Zellteilung teilt sich auch der Chromosomenstrang. Dabei verliert er jedes Mal ein kleines Stück seiner Endkappen, der sog. „Telomere“. Unterschreiten die Telomere schließlich eine Mindestgröße, so finden keine weiteren Zellteilungen mehr statt und die Körperzelle stirbt ab.

Die Radikal-Theorie
 

Nach der Radikal-Theorie ist das Altern die Folge einer Überproduktion sog. „Freier Radikale“. Dabei handelt es sich um hoch aggressive Sauerstoffmoleküle, die im Körper bei der lebensnotwendigen Energiegewinnung ständig anfallen. Freien Radikalen fehlt in ihrer Atomhülle ein Elektron. Im Bestreben, dieses Teilchen zu ersetzen, entreißen sie ganz einfach andren Molekülen ein Elektron. Dabei lösen sie einen Oxidationsprozess aus und schädigen völlig gesunde Zellstrukturen. Der Organismus produziert die Killermoleküle bei jedem Stoffwechselvorgang. Aber er verfügt auch über bestimmte Schutzstoffe, sog.“Antioxidantien“, womit er Freie Radikale zumindest zum Teil unschädlich machen kann. Dazu zählen körpereigene Enzyme und bestimmte, über die Nahrung aufgenommene Vitalstoffe wie zum Beispiel die Vitamine C und E. Diese Mikrosubstanzen geben den Freien Radikalen ein Elektron ab und neutralisieren sie auf diese Weise.

Zusätzlich bombardiert uns jedoch die Außenwelt mit Freien Radikalen – durch UV-Licht, Ozon, Umweltschadstoffe, Nahrungsgifte, Medikamente, Alkohol und Nikotin. So werden die Schutzmechanismen des Körpers mit der Belastung ganze einfach nicht mehr fertig: Der Körper altert. Freie Radikale hinterlassen in allen Geweben des Körpers ihre Spuren. Sie zerstören Nerven, schwächen des Immunsystem, schädigen das Bindegewebe und lassen dadurch die Haut schneller altern. Hinzu kommt die nachlassende Produktion der Hormone. So nehmen Leistungsfähigkeit und Vitalität ständig ab, während die Anfälligkeit für Krankheiten zunehmend größer wird.

Anti-Aging gleicht körperliche Defizite aus

Oberstes Ziel der Anti-Aging-Medizin ist es, Defizite im Körper auszugleichen, damit er sich selbstständig gegen alt machende Faktoren wehren kann. Dabei liefert die Radikal-Theorie einen ganz wichtigen Ansatz: Wenn Freie Radikale uns durch einen Mangel an antioxidativ wirksamen Schutzstoffen vorzeitig altern lassen, ist es umgekehrt möglich, die Alterungsmechanismen durch vermehrte Zufuhr der Vitalstoffe zu verlangsamen.
Daher bietet sich eine gezielte Form von Nahrungsergänzungsmitteln an, so dass unsere Köperzellen auf jeweils unterschiedlicher Art und Weise geschützt werden.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Orthomolekulare Medizin

Orthomolekulare Medizin

Seit der Begriff „Anti-Aging-Medizin“ Einzug in unserer Gesellsacht gehalten hat, entwickelt sich das Fachgebiet der orthomolekularen Medizin auch in Europa zu einem Trend.

Der Begriff „orthomolekular“ leitet sich ab von orthos (griechisch) = richtig, gut und molekular (lateinisch) = Molekül, Baustein von Substanzen.

Der Ursprung dieser Wissenschaft wurde 1968 von dem zweifachen Nobelpreisträger Prof. Linus Pauhing in den USA gelegt. Er entwickelte ein neues medizinisches Verfahren zur Prävention und Therapie von Krankheiten. Ob Stoffwechselaktivität, Gehirnleistung, Nervenimpulsübertragung, Muskelkontraktion oder Herzschlag – alle Lebensprozesse können nur dann reibungslos ablaufen, wenn jede einzelne Zelle mit den für Ihre Funktion spezifischen Vitalstoffen in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zueinander versorgt ist.

Diese Zellnahrung ist die „Mutter unserer Gesundheit“. Denn ein Ungleichgewicht von lebensnotwendigen Bausteinen kann schnell zum Nährboden für Fehlbelastungen und organischen Funktionsstörungen werden. Die Hälfte der sogenannten „Zivilisations-krankheiten“ wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Störungen des Bewegungsapparates sind ernährungsbedingt.

Die orthomolekularen Medizin versteht sich als Präventivmedizin und verfolgt wichtige therapeutische Prinzipien. Um den kranken Organismus umzustimmen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen, werden ausschließlich körpereigene Substanzen verwendet. Mehr als 40 Vitalstoffe sind für einen reibungslosen Ablauf im Körper verantwortlich. Dazu zählen Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann. Wir sind daher auf eine tägliche Zufuhr über der Nahrung angewiesen. So ist der individuelle Vitalstoffstatus von vielen äußeren und inneren Faktoren abhängig, je nach Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Alter, Gesundheit oder Umwelteinflüssen.

Ungünstige Bilanz:
Inzwischen lässt sich der Verlust von Vitaminen und Mineralstoffen in unseren Lebensmitteln exakt nachweisen. Der Gehalt ist in den vergangenen 10 Jahren rapide zurückgegangen. Kalzium in Kartoffeln um über 70 Prozent und Vitamin C in Erdbeeren um über 67 Prozent. Schuld daran sind die Überdüngung der Ackerböden, zahlreiche Konservierungsmittel und – Methoden, der Einsatz von Pestiziden. Aber auch unsere hochtechnisierte Welt, in der wir ständig einer wachsenden Zahl freier Radikale ausgesetzt sind, gegen die der menschliche Körper noch keine ausreichenden Abwehrmechanismen entwickelt, wird zum Feind unserer Vitalstoffbilanz.

Wird unser Körper mit einem bestimmten Nährstoff ungenügend versorgt, so treten Mangelerscheinungen auf. Erste Anzeichen können Haarausfall, raue und rissige Haut oder auch Zahnfleischbluten sein. Die passende Dosis von Vitalstoffen sorgt dafür, dass selbst bei einem erhöhten Bedarf die Speicher in unseren Zellen wieder aufgefüllt werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Körper reibungslos funktionieren kann. Physiologisch betrachtet benötigen Raucher, Schwangere, ältere Menschen, Kinder im Wachstum oder Personen mit erhöhtem Alkoholkonsum auf alle Fälle eine „Mehr“ an Vitalstoffen.

Inzwischen gibt es neuartige Untersuchungsmethoden, bei denen Blut, Urin sowie Haut- und Haarbeschaffenheit analysiert werden können. Die exakte Auswertung dieses Tests erfordert ebenso Erfahrung und Wissen wie die Kenntnis über Wirkmechanismen und Effekte.

Im rechtlichen Sinne zählen Nahrungsergänzungen nicht zu Arzneimitteln, sondern zu Lebensmitteln. Um so weniger ist es verwunderlich, dass es inzwischen ein unübersehbares Angebot frei verkäuflicher Vitamin- und Mineralstoffprodukte auf dem Markt gibt, auf die man aber nicht kritiklos zugreifen sollte. Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auf Kriterien zu achten, wie beispielweise Konzentration der Inhaltsstoffe, Allergiepotential, Fehlen von Kochsalz, Zucker und Hefe sowie oft verwendeter Füllstoffe (Stärke, Mais, Soja und Weizen). Großes Augemerk sollte auf den Preis gelegt werden, denn so manches „Billigprodukt“ enthält wenig Inhalts- dafür aber zahlreiche Zusatzstoffe.

Auch die orthomolekulare Medizin hat ihre natürlichen Grenzen. Im Wesentlichen stellt sei eine komplementäre Methode dar und eine gute Grundlage, wenn es darum geht Krankheiten vorzubeugen oder zu behandeln. Um langfristig Gesundheit zu erlangen und zu bewahren, ist daneben der bewusste Umgang mit unserer „Lebensweise“ unumgänglich.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress

Ohne Sauerstoff wäre ein Leben auf dieser Erde nicht möglich. Aber Sauerstoff kann auch zerstören – wenn er bestimmte chemische Reaktionen (Oxidationen) auslöst. Wenn Eisen rostet, ein Apfel fault oder Butter ranzig wird, ist dies Folge einer Reaktion der Nahrungsmittel mit Sauerstoff.

Oxidationen im menschlichen Körper – Oxidativer Stress

Auch im menschlichen Körper finden Oxidationsprozesse statt, zum Beispiel wenn aufgenommene Bakterien oder Pilze abgetötet werden. Verantwortlich hierfür sind sogenannte „freie Radikale“ – Sauerstoffarten, die besonders reaktionsfreudig sind. Kommt es nun – aufgrund schädlicher Einflüsse oder verminderter Abwehrbereitschaft Ihres Körpers – zu einer unnatürlichen Vermehrung der freien Radikale, so ist Ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet. – Sie leiden unter „oxidativem Stress„.

Welche Faktoren bewirken eine unnatürliche Vermehrung von freien Radikalen?

Zu einer unnatürlich schnellen Vermehrung von freien Radikalen, aggressiven Sauerstoffmolekülen, im Körper tragen u.a. bei:

– UV-Strahlen
– Medikamente
– Alkohol
– Zigarettenrauch
– Stress mit Verminderung der Immunabwehr
– Chronische Erkrankungen
– Luftverschmutzung
– Pestizide
– Schwermetalle

Welche Krankheiten können durch freie Radikale entstehen?

Die Entstehung folgender Krankheiten wird durch freie Radikale begünstigt:

– Asthma
– Grauer Star
– Diabetes mellitus
– Arteriosklerose
– Rheumatische Erkrankungen
– Multiple Sklerose
– Morbus Alzheimer
– Morbus Parkinson
– Krebs
– Herzinfarkt

In mehr als 90 % der Fälle sind freie Radikale an der Entstehung von Krebs beteiligt.

Wie schützt sich Ihr Körper vor freien Radikalen?

Um die wichtigsten Zellstrukturen vor einer Schädigung durch freie Radikale zu bewahren, hat jede Zelle spezifische Schutzmechanismen. Bestimmte Enzyme können die aggressiven Sauerstoffradikale abfangen. Diese Verbindung nennt man „Antioxidanzien„. In einer gesunden Zelle sind genügend dieser Enzyme vorhanden und die Zelle ist so vor oxidativem Stress geschützt.
Den Zellen stehen auch nicht-enzymatische Antioxidanzien zur Verfügung. Zu diesen gehören Vitalstoffe wie Vitamin E, Vitamin C, Beta Karotin (Provitamin A), verschiedene Spurenelemente, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe.
Diese Vitalstoffe muss der Mensch über die Nahrung aufnehmen. Das wichtigste Antioxidanz ist das Vitamin E. Es schützt vor allem die Lipide der Zellmembranen. Vitamin E soll eine Schutzwirkung gegen Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Krebs besitzen. Vitamin C unterstützt Vitamin E beim Abfangen der freien Radikale, indem es verbrauchtes Vitamin E wieder regeneriert. Beta-Karotin hemmt die Oxidation von Fetten.
Wenn Ihr Körper nicht ausreichend mit Antioxidantien versorgt wird, kann er einer Vermehrung von freien Radikalen langfristig nicht entgegenwirken.

Was können Sie selbst tun?

Antioxidanzien
und ihr Vorkommen in der Nahrung:

Vitamin E
Weizenkeime, Nüsse, Mais, Sonnenblumen und deren Öle

Vitamin C
Zitrusfrüchte, Kiwi, Beeren, Paprika, Brokkoli
Beta-Karotin
Karotten, Aprikosen, Süßkartoffeln, Spinat, Leber, Eigelb
Coenzym Q10
Pflanzenöle, Nüsse, fetter Fisch, Innereien
Selen
Fleisch, Vollkornprodukte
Sekundäre Pflanzenstoffe
Tomaten, Rotwein, Tee, alle Gemüse

 

Wie kann man oxidativen Stress erkennen?

Durch eine Blut- bzw. Urinuntersuchung kann nachgewiesen werden, ob ihr Körper genügend Schutz gegen freie Radikale bietet.

Wird ein Antioxidanzien-Mangel festgestellt, kann anhand der Testergebnisse präzise bestimmt werden, wo dieser Mangel besteht: im Zellkern, in der Zellmembran oder in den Blutfetten.

Auf Grundlage der Ergebnisse kann dann zum Ausgleich ein gezieltes Konzept der Nahrungsergänzung (Vitamine, Spurenelemente) erstellt werden.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Dinner-Cancelling

Dinner-Cancelling

„Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“

Diese Weisheit kennen wir schon von unseren Großeltern. Was diese noch aus Erfahrung richtig einschätzten, ist heute wissenschaftlich untermauerter Baustein der Anti-Aging-Strategie. Prinzip dieses Konzepts, „Dinner-Cancelling“ genannt, ist es, auf das Abendessen ganz zu verzichten. Die letzte Mahlzeit gibt es also spätestens um 18 Uhr.

Hunger hält jung

Gerät durch die Kalorienreduktion der Körper in einen Hungerzustand, wird zum einen ein Mechanismus angeregt, der „Apoptose“ heißt. Dabei gehen bösartig veränderte Zellen zugrunde. Solche Zellen trägt jeder Mensch in sich. Sie werden normalerweise vom körpereigenen Abwehrsystem vernichtet, solange es nicht zu viele sind. Bei Kalorienmangel findet quasi ein„Großputz“ im Körper statt, denn die veränderten Zellen werden als Erste „ausgehungert“. Zum anderen wird durch das abendliche Fasten die Funktionsfähigkeit der Proteine in den Organen, an den Muskeln und in den Hormonen verbessert.

Schließlich bildet der Körper im Hungerzustand verstärkt Melatonin und Wachstumshormon. Beide Hormone haben eine Schlüsselrolle in der Beeinflussung des Alterungsprozesses. Melatonin fördert den Schlaf und bindet wahrscheinlich freie Radikale. Damit wirkt es oxidativem Stress entgegen. Wachstumshormon stimuliert Zellreparaturprozesse und fördert die Fettverbrennung. Es wird normalerweise kurz nach Mitternacht in großer Menge im Körper freigesetzt. Ist der Körper durch ein reichhaltiges Abendessen belastet, wird nur wenig Hormon gebildet. Anti-Aging wird also auch dadurch erreicht, dass man den Körper „überlistet“, Substanzen, die dem Altern entgegenwirken, selbst vermehrt zu bilden.

Verzicht mit Erfolgsgarantie?

Aber wie so vieles hat auch das abendliche Fasten zwei Seiten: Den positiven Effekten steht der Verzicht auf liebgewordene Gewohnheiten entgegen. Denn der Körper verlangt „sein Essen“. Man kann jedoch dem Hungergefühl mit warmen Kräutertees zuvorkommen, die dem Magen ein Sättigungsgefühl vortäuschen. Um nächtliche Hungerattacken zu vermeiden, ist ein Stückchen Schokolade oder ein Teelöffel Hönig vor dem Schlafengehen genehmigt.

Hauptproblem beim Verzicht auf das Abendessen ist jedoch die innere Einstellung. Denn für viele Menschen ist gerade am Abend Geselligkeit, Gespräche mit Freunden oder der Familie und Entspannung mit einem genussvollen Essen verbunden. Deshalb ist ein durchgehender Verzicht auf das Abendessen nur schwer durchzuhalten und unrealistisch.

Pragmatischer Kompromiss: ein- oder zweimal in der Woche „Dinner-Cancelling“ bringt bereits gute Effekte für Körper und Seele. Durch Dinner-Cancelling oder gelegentliche Fastentage kann man viel für die eigene Vitalität und Gesundheit tun. Und wird garantiert schon am nächsten Tag mit Wohlbefinden und Zufriedenheit belohnt.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Ernährung

Ernährung

In den letzten Jahren ist der Gedanke einer gesunden und präventiven Ernährung zunehmend in den Vordergrund getreten.

Die Ernährungspyramide als Orientierungshilfe für die Nahrungsauswahl

 

Ausgewogen und vielseitig lauten die Ernährungsempfehlung, vor allem auch in den Wechseljahren. Eine gute Hilfestellung bei der Auswahl von Lebensmitteln und deren Mengen bietet die so genannte Ernährungspyramide.

Das Fundament der Ernährungspyramide bilden Getreide und Getreideprodukte (Brot, Müsli, Nudeln, Reis) und Kartoffeln. Aufgrund ihres hohen Nährstoff- und Ballaststoffgehaltes sollte Vollkornprodukten dabei immer der Vorzug gegeben werden. Diese Lebensmittel liefern nicht nur Kohlenhydrate in Form von Stärke, sondern auch wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.

Das Erdgeschoss der Pyramide wird von der zweitwichtigsten Lebensmittelgruppe aufgebaut: Gemüse, Salat und Obst. Sie liefern Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, aber auch eine Vielzahl so genannter sekundärere Pflanzenstoffe, die ebenfalls eine gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Im ersten Stock der Pyramide findet man Milch und Milchprodukte als wichtige Calciumlieferanten sowie Fisch, Fleisch und Eier. Diese Nahrungsmittel versogen den Körper mit Eiweiß, liefern aber auch Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Generell sollten bei Fleisch und Fisch, aber auch bei Milchprodukten fettarme Sorten bevorzugt werden.

Die Pyramidenspitze wird von Fetten, Ölen und Süßigkeiten gebildet, alle Dinge mit denen man sparsam umgehen sollte. Generell sind pflanzliche Fette zu bevorzugen.

Im Zusammenhang mit gesunder Ernährung wird immer wieder die mediterrane Kost erwähnt.
Das Speisenangebot in den Mittelmeerländern ist reich an Obst, Gemüse, Brot sowie Teigwaren und anderen Getreideprodukten. Hülsenfrüchte sowie Nüsse werden meist in wenig bearbeitetem Zustand gegessen. Als Hauptfettquelle dient Olivenöl. Milchprodukte werden täglich in geringen bis mäßigen Mengen verzehrt, Meeresfisch und Geflügel mehrmals pro Woche in mäßigen Mengen und rotes Fleisch einmal im Monat. Auch Wein, vorwiegend Rotwein, gehört zur Mahlzeit. Etlichen Substanzen wird eine Schutzfunktion für zahlreiche ernährungsbedingte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen zugeschrieben.

Dass die Ernährung einen Einfluss auf das Einstehen von Krebserkrankungen hat, ist heute unbestritten. Dabei scheinen eine fett- und salzreiche sowie ballaststoffarme Ernährung ebenso zu den krebsfördernden Faktoren zu zählen, wie der Genuss von reichlich Alkohol. Schützende Effekte haben ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten sowie wie eine generell fettarme Ernährung. Dies kommt durch die Wirkung bestimmter Nahrungsinhaltsstoffe – sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin C und E, bestimmte Spurenelemente wie Selen oder auch Carotinoide – zustande. Die Erforschung der Wirkmechanismen dieser Stoffe steht noch am Anfang. Man geht davon aus, dass die schützende Wirkung nicht auf einzelne Nahrungsfaktoren zurückzuführen ist, sondern auf die Menge, Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel insgesamt.

Die Schlussfolgerung, dass sich die Mediterrane Kost mit ihrem hohen Anteil an Ölsäuren und Omega-3-Fettsäuren präventiv auf die Entstehung von bösartigen als auch anderen, z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt, ist vermutlich in engem Zusammenhang mit der gleichzeitig hohen Zufuhr von Obst und Gemüse zu betrachten, welches sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Flavinoide und antioxidative Substanzen enthält. Die mittlerweile wissenschaftlich erwiesenen Vorteile der Mediterranen Kost sowie das wachsende Interesse der Bevölkerung an einer präventivern und gesunden Ernährung lässt die traditionelle Mediterrane Ernährung als eine interessante und alternative Ernährungsform immer weiter in den Vordergrund treten.

Die wichtigsten Nahrungsfette 

Fett Enthalten in Wirkungen auf den Organismus
Gesättigte Fettsäuren Fleisch- und Milchprodukten – Erhöhung des Herzinfarktrisikos
Einfach ungesättigte Fettsäuren Olivenöl, Distelöl, Rapsöl – Minderung des Herzinfarktrisikos
– Senkung des Cholesterinspiegels
– Verminderte Arteriosklerose
– Hemmung der Entstehung von
  verschiedenen Tumoren
Omega-3-Fettsäuren Meeresfisch (v.a. Makrele, Hering, Lachs, Barbe, Thunfisch, Dorade) – Senkung des Cholesterinspiegels
– Verminderte Arteriosklerose
– Senkung des Blutdruckes
– Hemmung der Ausbildung von
  Tumoren
– Entzündungshemmende Wirkung
Omega-6-Fettsäuren Sonnenblumen- und Maisöl  
Gesättigte Fettsäuren Entstehung bei Härtung pflanzlicher Öle, wie z.B. Frittierfett, Margarine, Kekse, Chips, Salatsaucen – Erhöhung des Cholesterinspiegels
– Erhöhung des Herzinfarktrisikos
  und der Tumorentstehung

Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Unser Körper braucht Wasser zum Überleben. Die darin enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente dienen als Bausteine für Gewebe, Skelett und Stoffwechsel. Zwei Liter Flüssigkeit am Tag aus Getränken und anderen Nahrungsmitteln ist das Minimum. Bei körperlicher Betätigung oder Hitze sollte es entsprechend mehr sein. Wer ausreichend trinkt, schenkt seinem Körper und Geist Wohlbefinden.

2 Liter am Tag trinken – so leicht geht das: Warten Sie nicht auf den Durst, sondern trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt eine kleinere Menge – auch zu den Mahlzeiten. Mineralwasser, Fruchtschorlen und Kräutertee sind ideale Durstlöscher. Wenn Sie beispielsweise beim Sport viel geschwitzt haben, gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust am besten sofort aus. Unser Körper verliert sogar schon ohne sich anzustrengen etwa 350 Milliliter Flüssigkeit am Tag über die Haut und über die Feuchtigkeit in der Ausatemluft. Kefir, Mixgetränke mit Molke, Fruchtsaft oder Tee sorgen für Abwechslung im Trinkalltag. Ihre tägliche Flüssigkeitsbilanz können Sie auch mit Suppen und wasserreichem Gemüse und Obst, wie Gurken, Tomaten, Melonen und Kirschen ergänzen. Zu koffeinhaltigem Kaffee und schwarzem Tee sollten Sie immer ein Glas Wasser trinken. Denn wer viel Kaffee trinkt, entzieht seinem Körper sogar Wasser.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Dünnschicht-Zytologie

Dünnschicht-Zytologie

Ein regelmäßiger Abstrich vom Gebärmutterhals („Krebsvorsorge“) ist wichtig zur Vorbeugung des Zervixkarzinoms, des 2.-häufigsten bösartigen Tumors der Frau. Ziel ist es, Zellveränderungen, welche später einmal bösartig werden können, frühzeitig zu erkennen. 

Welche Möglichkeiten gab es bisher? 
Der heute übliche Krebsabstrich (nach dem griechischen Professor der Anatomie Papanicolaou auch „Pap-Test“ genannt) wurde vor über 50 Jahren entwickelt. Hierbei werden bei der gynäkologischen Untersuchung mit einem Wattestäbchen Zellen vom Gebärmutterhals und Gebärmutterhalskanal entnommen und direkt auf einen Objektträger aus Glas abgestrichen. Dieser wird dann im Labor gefärbt und die Zellen mikroskopisch untersucht. Wenn dies optimal geschieht, ist auch bei diesem Verfahren, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, eine relativ hohe Sicherheit gegeben.
Die Nachteile dieser Methode bestehen darin, dass die Zellen oft sehr ungleich über dem Objektträger verteilt sind, Bereiche mit Überlappungen sind schwierig auszuwerten; 
außerdem können Zellen durch Schleim, Blut oder Entzündungszellen überlagert werden.

Die Vorsorge lässt sich mit neuer Technologie verbessern
Bei der Dünnschicht-Zytologie wendet man eine neue Methode an, bei der die Zellen von der Gebärmutter auf ähnliche (ebenfalls schmerzlose) Weise entnommen werden. Statt dem Wattestäbchen wird aber ein spezielles Entnahmebürstchen benutzt. 

Die so gewonnenen Zellen werden nun nicht auf einen Glasträger ausgestrichen, sondern in einer speziellen Flüssigkeit ausgewaschen. So werden viele Zellen im Bürstchen aufgenommen und diese später auch alle wieder abgegeben. In einem Speziallabor wird mit Hilfe eine Mikrofilter-Präparation ein übersichtliches, reines Zellbild geschaffen, welches optimale Vorraussetzungen für die Beurteilung bietet.
Zahlreiche Studien weltweit haben gezeigt, dass mit der Dünnschicht-Zytologie eindeutig mehr Vorstufen von bösartigen Veränderungen sowie Zellen des Gebärmutterhalskrebses erkannt werden als mit dem herkömmlichen Pap-Abstrich.

Wenn die Testergebnisse auffällig sind oder sich Hinweise auf eine HPV-oder Chlamydieninfektion ergeben, so können aus dem Rest des bereits entnommenen Abstriches weitere Untersuchungen vorgenommen werden, eine erneute Abstrichentnahme ist nicht erforderlich. So kann bequemer, schneller und ohne erneuten Arztbesuch entschieden werden, ob eine sofortige weiterreichende Abklärung sinnvoll ist.

Auffällige Ergebnisse bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass Krebsverdacht besteht. Oft werden sie durch Entzündungen, Reizungen oder Infektionen der Scheide oder des Gebärmutterhalses verursacht und können leicht abgeklärt und behandelt werden. 

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

HPV

HPV

Drei wichtige Fakten zu HPV:
– Eine Infektion mit HPV ist noch keine Krankheit.
– Die vorübergehende Infektion mit HPV ist ein normales und sehr häufiges Ereignis.
– Die meisten HPV-Infektionen sind harmlos. Nur eine über längere Zeit bestehende Infektion mit so genannten Hochrisiko-HPV-Typen kann Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Human Papilloma Viren sind weltweit verbreitet und können bei Menschen Warzen und Papillome sowie im gynäkologischen Bereich Gebärmutterhalskrebs (= Zervixkarzinom) hervorrufen.
Jährlich werden in Deutschland ca. 7000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, im Jahr starben etwa 1700 Frauen daran. Nach dem Brustkrebs ist das Zervixkarzinom der zweithäufigste Krebs bei jungen Frauen in Europa.

Die primäre Ursache für die Entstehung des Zervixkarzinoms ist eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus. In über 99% aller Gebärmutterhalskarzinome lässt sich eine HPV-Infektion nachweisen.
Zusätzliche Faktoren wie die Langzeiteinnahme der Anti-Baby-Pille, die Geburtenzahl wie auch genetische Veränderungen oder erworbene Immunschwäche können die Tumorentstehung fördern. Auch Rauchen sowie andere Genitalinfektionen sind Risikofaktoren.

Bisher konnten etwa 100 Typen des Papillomavirus identifiziert werden, von denen rund 40 die Genitalschleimhaut befallen. Nur 16 davon können als potenziell krebsauslösend angesehen werden. Studien haben gezeigt, dass ca. 70% der Zervixkarzinome von den beiden Typen HPV 16 und 18 verursacht werden.

Wird eine Infektion mit diesen Hochrisiko-Typen festgestellt, ist dies jedoch keine Diagnose für Krebs. Es bedeutet für die betroffenen Frauen nur, dass sie ein erhöhtes Risiko haben, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken und entsprechend engmaschig überwacht werden sollten.

Bei Vorliegen und Andauern einer „High-Risk“-Infektion mit HPV 16 oder 18 entwickelt sich nämlich erst durchschnittlich nach 15 Jahren ein Zervixkarzinom. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können die Vorstufen jedoch sicher erkannt werden.

Rund 1% der Bevölkerung zwischen dem 15. und 44. Lebensjahr in Europa und den USA sind von Genitalwarzen betroffen. 

Zur Therapie eignen sich Laser oder immunstimulierende Cremes. In 30% der Fälle heilen die Kondylome auch spontan ab.

HPV-Übertragung

70% sexuell aktiver Frauen und Männer infizieren sich zumindest einmal während ihres Lebens mit HPV. Der Häufigkeitsgipfel für nachweisbare HPV-Infektionen liegt bei Frauen zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. In 60-90% der Fälle ist die Infektion nach einem Jahr jedoch nicht mehr nachweisbar. 

Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Geschlechtsverkehr. Durch Verwendung eines Kondoms kann zwar die Infektionsrate vermindert werden, ein sicherer Schutz vor Ansteckung mit HPV ist jedoch nicht gegeben. Eine Übertragung ist auch von der Mutter auf das Neugeborene bei der Geburt möglich.

HPV-Impfstoff

Der mittlerweilen verfügbare Impfstoff ist gegen die HPV-Typen 16 und 18 wirksam, ein zweites Präparat auch gegen die Typen 6 und 11, wodurch zusätzlich auch die Entstehung von Kondylomen verhindert wird. 
Eine breite Immunisierung gegen HPV-Infektionen ist nur dann sinnvoll, wenn sie vor einer potentiellen Ansteckung erfolgt. Aufgrund der hauptsächlichen Übertragung durch Sexualkontakt bedeutet dies, dass die Impfung junger Frauen, aber auch Männer noch vor Beginn der sexuellen Aktivität erfolgen sollte.

Je nach Land und sozialem Umfeld sind in Europa zwischen 15% und 40% der 15-jährigen Mädchen sexuell aktiv. Die Häufigkeit, mit der 15-jährige Mädchen ihren ersten Sexualkontakt haben ist in den letzten 20-30 Jahren deutlich gesunken und liegt in Deutschland bei etwa 33%. Aufgrund dieser Tatsache wird eine optimale Immunisierung erzielt, wenn junge Mädchen zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr geimpft werden. Junge Frauen bis zu einem Alter von 25 Jahren profitieren von einer Impfung, wenn sie noch keine HPV-Infektion mit dem entsprechenden Virustyp durchgemacht haben.

Abschließend ist festzustellen, dass es sich bei der HPV-Immunisierung um die erste Impfung handelt, die gezielt dafür entwickelt wurde, die Entstehung von Krebs zu verhindern.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr

Chlamydien

Chlamydien

Chlamydien sind die häufigsten sexuell übertragenen Erreger, welche zu chronischen Unterbauchschmerzen und Unfruchtbarkeit führen können.

Wie hoch die Infektionsrate genau ist bleibt unklar, denn in Gegensatz zu anderen Ländern wie etwa Schweden, gibt es in Deutschland keine Meldepflicht für Chlamydien-Infektionen. Zunächst kann die Infektion völlig unbemerkt verlaufen weil Symptome anfänglich fehlen. Das Immunsystem wehrt sich jedoch mit einer heftigen Entzündungs-reaktion und zerstört dabei auch gesundes Gewebe, welches daraufhin vernarbt. So wird die eigentlich sinnvolle Gegenwehr zur hauptsächlichen Ursache bleibender Schäden.

Chlamydien sind vor allem für sehr junge Frauen gefährlich, weil die lokalen Abwehrkräfte der Scheide noch unvollständig ausgebildet sind. Dies betrifft besonders Raucherinnen. So können die Chlamydien in die Gebärmutter wandern und dort eine Entzündung auslösen. Dies macht sich teilweise durch vermehrten Ausfluss bemerkbar.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, gelangen die Erreger weiter in die Eileiter und in die Bauchhöhle, wo sie zu Verklebung und Vernarbung führen können.

Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften und chronische Unterleibsschmerzen sind eventuell die Folge.
Eine Chlamydien-Infektion kann mit einem einfachen Abstrich vom Muttermund schnell und zuverlässig nachgewiesen werden und ist, rechtzeitig diagnostiziert, mit einem Antibiotikum effektiv zu behandeln.

Bei der Verdachtsdiagnose einer Chlamydien-Infektion ist es wichtig, stets auch den jeweiligen Sexual-partner mit zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln.

zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2018 um 10:13 Uhr